Für Gartenbesitzer ist die Kenntnis über Nährstoffe und Schadstoffe im Boden unerlässlich. Nur so ergibt sich ein optimaler Ertrag, den man unbeschwert genießen kann. Hier helfen unsere Bodenanalysen weiter.
Unsere Bodenanalysen richten sich an den Hausgartenbesitzer, bzw. Kleingärtner. Wir versuchen, ihm mit unserer Analyse Informationen über den Zustand des von ihm bearbeiteten Stücks Natur zu geben. Erhältlich sind zwei Teilanalysen, die sowohl einzeln als auch als Gesamtpaket angeboten werden.
Welche Parameter werden bei der Bodenanalyse untersucht?
Bodennährstoffanalyse:
pH, Magnesium, Calcium, Kalium, Zink, Kupfer Nitrat, Phosphat, Bor, Molybdän. Zum Umfang der Auswertug gehört eine Düngeempfehlung.
» Erfahren Sie mehr zur Bodennährstoffanalyse.
Bodenschadstoffanalyse:
Die Bodenschadstoffanalyse beinhaltet die Untersuchung, der am häufigsten vorkommenden Schwermetalle, z.B. in Folge von Schadstoffeintrag aus der Industrie. Orientierungswerte sind hierbei die Schwellwerte nach der Klärschlammverordnung (AbfKlärV, vom 15. April 1992). Bei einer Unterschreitung dieses Grenzwertes ist nach allgemeiner Auffassung eine Nutzung der Fläche auch zum Anbau von Nutzpflanzen möglich.
Blei (100 ppm), Cadmium (1,5 bzw. 1 ppm), Chrom (100 ppm), Kupfer (60 ppm), Nickel (50 ppm), Quecksilber (1 ppm), Zink (200 bzw. 150 ppm)
» Erfahren Sie mehr zur Bodenschadstoffanalyse.
2 in 1: Bodennährstoff- und Bodenschadstoffanalyse
Diese Analyse umfasst die Nährstoffanalyse sowie die Schadstoffanalyse. Profitieren Sie von dem Preisvorteil.
Geben Sie die PZN-13910241 bei Ihrer Apotheke an, um die "2 in 1" Nährstoff- und Schadstoff-Analyse vom Apotheken-Labor zu erhalten.
So wird die Bodenanalyse durchgeführt
Schritt 1:
In Ihrer Apotheke erhalten Sie alle notwendigen Utensilien, die Sie für die Testdurchführung brauchen:
- Erfassungsbogen
- Gebrauchsanweisung
- Probegefäß
Schritt 2:
Bodenprobe laut Gebrauchsanweisung nehmen.
Möglichkeiten der Probenahme
- Eine Probenahmestelle: Sie erhalten ein Ergebnis, welches einer Stelle klar zuzuordnen ist und können somit, bei einer eventuellen Belastung, gezielt Maßnahmen ergreifen.
- Mehrere Probenahmestellen: Sie können gleichzeitig mehrere Bereiche (z.B. Rasenfläche und Rosenbeet) abdecken.
Schritt 3:
Das gefüllte Probegefäß schicken Sie in der beiliegenden etikettierten Rücksendekartonage an unser Labor.
Schritt 4:
Das Ergebnis der Bodenanalyse erhalten Sie nach kurzer Zeit.
Weitere Hintergrundinformationen zur Bodenanalyse
Unser Boden
Unter dem Boden versteht man die äußerste Schicht der Erdkruste, bis in eine Tiefe von wenigen Metern. Diese Schicht unterscheidet sich schon optisch grundlegend von den weiter unten liegenden Schichten. Das liegt hauptsächlich an den kohlenstoffhaltigen Humusstoffen, die dieser fruchtbaren Schicht eine zumeist dunklere Färbung geben. Neben den für die Bodenstruktur und die Nährstoffspeicherung wichtigen Humusstoffen, wird die Fruchtbarkeit eines Bodens, durch das Angebot anorganischer Nährstoffe, bestimmt. Daneben spielen auch die Bodenorganismen, bis hin zu Bakterien, eine entschiedene Rolle. Die Bodenorganismen sorgen für wichtige, stoffliche Umsetzungen, Transport und die Verbesserung der physikalischen Eigenschaften des Bodens. Diese beeinflussen das Vermögen des Bodens Wasser zu halten und einen Gasaustausch mit der Atmosphären zu erlauben.
Intensive Bodennutzung
Eine intensive Bodennutzung, wie sie die moderne Landwirtschaft darstellt, sorgt für eine kontinuierliche Entnahme von Nährstoffen aus dem Boden. Werden diese nicht nachgeführt nimmt die Fruchtbarkeit und damit das Pflanzenwachstum schnell ab. In der Landwirtschaft gelten Bodenanalysen seit Jahrzehnten als unverzichtbar. Der Landwirt kann es sich bei dem Preiskrieg, der zu immer niedrigeren Erzeugerpreisen geführt hat, heute nicht mehr leisten, bei seinem wichtigsten Produktionsmittel, dem Boden, etwas dem Zufall zu überlassen. Einerseits geht es um beste Erträge, andererseits sind gerade die Mineraldünger relativ teuer. Schon aus ökonomischen Gründen ist eine Kontrolle der Bodennährstoffe sinnvoll, um nur in dem Maße Nährstoffe zuzuführen, in dem sich eine wirtschaftliche Ertragssteigerung erzielen läßt.
Neben der Ertragsoptimierung wird aber auch die Einhaltung von gesetzlichen Vorgaben vom Landwirt verlangt. Zu nennen sind hier die Dünge- und die Klärschlammverordnung. Diese sind besonders im Hinblick auf die Verwendung von billigen Düngern (Abfalldüngern) wichtig. Stalldünger, z.B. Gülle, stellen für manche Landwirtschaft ein Problem dar, da diese entsorgt werden müssen. So kommt es auf manchen Flächen zu einem zu hohen oder auch zeitlich falschem Einsatz von Düngemitteln, was zu einer Belastung des Grundwassers führen kann.
Ein anderes Problem stellt die Ausbringung von Klärschlämmen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen dar. Dieses bietet dem Landwirt neben der Düngewirkung auch noch einen wirtschaftlichen Vorteil durch Entsorgungszahlungen. Nachteilig ist allerdings, die mit dem Klärschlamm verbundene Belastung des Bodens, besonders durch Schwermetalle. Die Klärschlammverordnung regelt und begrenzt die Ausbringung von Klärschlämmen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen, um die Belastung unserer Nutzpflanzen durch giftige Schwermetalle zu minimieren.
Extensive Bodennutzung
Da der eigene Garten heute keinen entschiedenen Anteil an der Ernährung der Familie hat, ist im allgemeinen von einer extensiven Nutzung des Gartens auszugehen, d.h. der Fläche werden nur wenige Nährstoffe entnommen. Somit unterscheidet sich die Art der Bodennutzung in unseren Gärten von der landwirtschaftlichen Nutzung. Gleichwohl gibt es Parallelen zu der intensiven Nutzung, die die Übertragung der Richtwerte aus der Dünge- und Klärschlammverordnung zur Beurteilung der Dünge- und Schadstoffsituation, auch für den eigenen Garten, sinnvoll erscheinen lassen.
Ein bedarfsgerechte Düngung sollte nur die Nährstoffe nachführen, die fehlen. Oftmals wird zu viel gedüngt. Das kann zu Pfanzenschäden führen oder auch die Spurenelementverfügbarkeit verringern. Beispiele hierfür sind die übermäßige Phosphatdüngung oder Kalkung des Bodens.
Ökologisch sinnvoll ist es den Nährstoffbedarf der Pflanzen hauptsächlich durch eine eigene Kompostwirtschaft zu decken.


