Schimmeltest

Schimmelpilzsporen gehören zu den wichtigsten Innenraumallergenen. Ein Schimmeltest kann die Belastung der Raumluft sogar bei verstecktem Befall benennen und zeigt auf, um welche Gattung es sich handelt.

 

Wieso ein Schimmeltest?

Die Sporen der Schimmelpilze verbreiten sich im Innenraum und binden sich an Feinstäube, die als Schwebstaub in der Innenraumluft vorhanden sind. So werden sie, von den sich dort aufhaltenden Menschen, eingeatmet und gelangen über die Atemwege in den menschlichen Organismus.

 

Geben Sie die PZN- 13910376 bei Ihrer Apotheke an, um den Schimmelpilz-Test vom Apotheken-Labor zu erhalten.

Analyse Partnerapotheke


So wird der Schimmelpilz Test durchgeführt

Schritt 1:
In Ihrer Apotheke erhalten Sie alle notwendigen Utensilien, die Sie für die Testdurchführung brauchen:

- Erfassungsbogen
- Gebrauchsanweisung
- Nährboden

Schritt 2:
Schimmelpilzprobe laut Gebrauchsanweisung nehmen.

Schritt 3:
Den Nährboden schicken Sie in der beiliegenden etikettierten Rücksendekartonage an unser Labor.

Schritt 4:
Schimmelpilz Test Ergebnis erhalten Sie nach kurzer Zeit.

 

Weiterführende Informationen zum Schimmeltest

Was ist Schimmel?

Die gebräuchliche Bezeichnung "Schimmel" stellt keinen systematischen Begriff dar, der eine Einordnung als eigene Gruppe im Pilzsystem zuläßt. Vielmehr handelt es sich um die Bezeichnung für verschiedene Pilze, die wir in bestimmten Lebensräumen bzw. auf bestimmten Substraten beobachten. Es handelt sich also um einen Sammelbegriff für Mikropilze, die sich rasch vermehren und Ihren Nährboden, mit einem für das Auge sichtbaren Pilzgeflecht, überziehen. Diese Pilzgeflechte dienen der Vermehrung über Sporen und können recht unterschiedlich aussehen: Weiß, farbig, schimmernd, samtig, flaumig, watteartig, wollig oder fädig. Die Klassifizierung der unterschiedlichen "Schimmel" ist selbst für Experten oft sehr schwierig. Häufige Schimmelpilzspecies sind Penicillium, Aspergillus, Cladosporium, Fusarium, Alternaria, Mucor und Rhizopus. In bezug auf die menschliche Gesundheit gibt es eher harmlose aber auch schädliche Schimmelpilze. Manche Schimmelpilze bilden hoch giftige Stoffwechselprodukte - z.B. bilden Aspergillen - insbesondere Aspergillus flavus - krebserregende Aflatoxine.
Wo entstehen Schimmelpilze?

Zunehmend gibt es in Häusern und Wohnungen Probleme mit Schimmelpilzbefall. Hauptursache ist eine überhöhte Feuchtigkeit in der Wohnung, die folgende Ursachen haben kann:

  • Bauliche Wasserschäden, z. B. defekte Rinnen, fehlender Spritzwasserschutz oder defekte Drainage
  • Fehlende oder mangelhafte Sperrschichten zum Erdreich
  • Falsche Wärmedämmung von Außenbauteilen
  • Wärmebrücken, z. B. am Fenstersturz, Balkonplatte aus Beton, ungedämmtes Fallrohr
  • Hohe Luftfeuchtigkeit im Innenraum durch Duschen, Kochen, Waschen - bei gleichzeitiger schlechter Lüftung
  • Feuchtigkeitsabsperrende Innenverkleidung, z. B. Lackanstriche oder Kunststofftapeten
  • Mangelhafte Bauaustrocknung im Neubau

Bei solchen Verhältnissen und im Zusammenhang mit Wärme wird das Wachstum von Schimmel stark gefördert.

Gesundheitliche Auswirkungen

Die gesundheitlichen Auswirkungen der Sporen sind abhängig von
- der Anzahl der Sporen
- der sporenproduzierenden Schimmelpilzart
- der gesundheitlichen Verfassung des Menschen
    

  • Bei immungeschwächten Personen können Pilzsporen Erreger von Pilzerkrankungen (Mykosen) sein.
  • Schimmelpilzbestandteile in Form bestimmter Eiweißkomplexe können allergische Reaktionen auslösen.
  • Pilzgifte (z. B. Aflatoxine, Anthrachinone) sind möglicherweise Verursacher von unspezifischen gesundheitlichen Problemen wie Kopf- und Gliederschmerzen, Schleimhautreizungen und erhöhter Infektanfälligkeit
  • Mikrobiologisch produzierte organische Verbindungen (MVOC) verursachen, aufgrund ihres moderigen Geruchs, ein schlechtes Raumklima.


Als typische Erkrankungen bei Personen, in Zusammenhang mit Schimmel in Wohnräumen, gelten Atemwegserkrankungen (79%), Infektanfälligkeit (52%) und Müdigkeit/Antriebsstörungen (40%). Besonders Kinder gelten als Risikogruppe.

Ursache der unterschiedlichen Gesundheitsstörungen, die Schimmelpilze auslösen können, sind zumeist allergische Reaktionen unterschiedlichen Typs:

Typ I: Soforttyp - hier kommt es zu einer sofortigen Reaktion auf fremde Eiweißstrukturen. Diese Eiweißstrukturen befinden sich auf den Oberflächen von Schimmelsporen und auch auf abgestorbenen Pilzteilen. Symptome sind meist Atemnot, Ausschläge und Kreislaufstörungen.

Typ III: Bei Dauerkontakt mit dem Allergen kann die Konzentration von Antikörpern im Blut stark ansteigen. Es kommt zu Reaktion mit den Allergenen und damit zur Bildung von Immunkomplexen. Symptome sind z.B. Husten, Atemnot, Fieber, Abgeschlagenheit und Muskelschmerzen.

Typ IV: Hierbei liegt keine Antikörperreaktion zugrunde, sondern eine Irritation von zellulären Botenstoffen. Symptome sind z.B. Migräne, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Magen-Darm- Beschwerden, Autoimmunerkrankungen, Neurodermitis etc.

 

Wie kann eine Sanierung durchgeführt werden?

Liegen die Ursachen für erhöhte Schimmelbelastungen in einem Feuchteschaden, hilft langfristig nur eine bauliche Verbesserung. Nach der Sanierung von defekten Materialien, der Einbringung von Sperrschichten oder der Veränderung des Taupunktes ist eine vollständige Trockenlegung und teilweise auch eine Entfernung belasteter Materialien erforderlich. Ist eine Schimmelpilzbelastung durch falsches Lüftungsverhalten entstanden, muß nach der Entfernung belasteter Materialien (z.B. Tapeten) der Untergrund eventuell behandelt und neu aufgebaut werden.

Der Einsatz von chemischen Stoffen (Fungizide) zur Pilztötung scheint oftmals unabwendbar. Es bestehen aber erhebliche Bedenken, da Fungizide auch auf den Menschen gesundheitschädlich wirken können. Zudem führen fungizide Mittel oft nur vorübergehend zur Beseitigung des Pilzschadens und können eine Neubesiedelung bei fehlenden technischen Maßnahmen (Austrocknung ) nicht verhindern. Im Notfall sollten unter Beachtung aller Sicherheitsregeln und sonstiger Produkthinweise aufgrund der hohen Wirksamkeit Alkohole oder quartäre Ammoniumverbindungen eingesetzt werden.

Unser Angebot an Umweltanalysen

Viele Schadstoffe in unserer Umwelt können wir weder sehen, riechen, schmecken noch fühlen. Dennoch sind sie häufiger vorhanden, als unserer Gesundheit zuträglich ist. Die Folge kann sein, dass wir uns oft matt oder unwohl fühlen, ja sogar unter Allergien und Krankheiten leiden.

Deshalb ist es auch für Sie wichtig zu wissen, ob und in welchem Maße Ihr persönliches Umfeld belastet ist - in Ihrem eigenen Interesse und im Interesse Ihrer Kinder bzw. Angehörigen.

Mit den Umweltanalysen des Apotheken-Labors können Sie sich jetzt Gewissheit über ihre unmittelbare Umwelt verschaffen. Mit Hilfe der Probesets entnehmen Sie anhand einer leicht verständlichen Entnahmeanleitung Proben aus Ihrem persönlichen Umfeld. Unser modern ausgestattetes Labor führt die Proben nach wissenschaftlich anerkannten Methoden durch.

Alle Tests erhalten Sie entweder in unseren Partnerapotheken oder in der Apotheke Ihres Vertrauens, ganz in Ihrer Nähe. Sie müssen lediglich die PZN-Nummer der Analyse angeben, welche Sie bestellen wollen.

Analyse Partnerapotheke

 

Klicken Sie hier, um ein pdf-Dokument zu erhalten, das Sie ganz bequem ausdrucken und in Ihrer Apotheke vorlegen können. Wenn Ihre Apotheke keine Analysen führt, kann diese anhand der PZN unsere Analysen bestellen.

In den Umweltanalysesets des Apotheken-Labors ist alles enthalten:

  • Probenahmegefäß
  • Anleitung
  • etikettierte Kartonage für die Einsendung

Nach der Probenahme sollte der Behälter verschlossen, beschriftet und mit einem feuchten Tuch abgewischt werden.

Sie brauchen nur die Probe zu nehmen und an unser Labor zu senden. Nach wenigen Tagen erhalten Sie ein ausführliches und aussagekräftiges Analyse-Ergebnis.

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